Verhinderungspflege

Man kann Verhinderungspflege beantragen, wenn z. B. die Eltern eines behinderten Kindes sich einmal eine Auszeit nehmen möchten. Oder man gerade jemanden zum Aufpassen des Kindes braucht, weil ein wichtiger Termin dazwischen gekommen ist, aber das Kind nicht mit nehmen möchte.

Es ist praktisch so anzusehen, wie ein Babysitter-Job. Ihr könnte diese Kosten aber nur abrechnen, wenn es Freunde, Nachbarn, Bekannte und Verwandte sind, die nicht mit euch bis zum 2. Grad verwandt sind. D. h. die Tante/der Onkel (Schwester/Bruder eines Elternteiles) des Kindes gehört bereits zum 3. Verwandtschaftsgrades. Diese kann auf eurer Kind aufpassen und ihr könnt dieses auch über die Verhinderungspflege abrechnen lassen. Die Stunden dürfen nicht mehr als 7,59 Stunden am Tag (bei einigen Krankenkassen nicht mehr als 5,59 Stunden/Tag) betragen, ansonsten wird euch dieses Geld an das monatliche Pflegegeld angerechnet und dann erhaltet ihr für diesen Monat weniger Pflegegeld.

Die Verhinderungspflege könnte ihr bei der Krankenkasse bzw. Pflegekasse beantragen. Ihr müsst sie jedes Jahr neu beantragen. Leider sagen die Kassen einem nicht, dass einem dieses Geld zur Verfügung steht und es nur beantragen braucht. Sie steht jedem zu der in eine Pflegestufe eingestuft wurde, auch die der Pflegestufe 0.

Zurzeit, für das Jahr 2012, kann man insgesamt im Jahr € 1.550,00 Verhinderungspflege beantragen.

Uns wurde diese Verhinderungspflege auch nur durch Bekannte mitgeteilt, von unserer Krankenkasse bzw. Pflegekasse haben wir nichts darüber gehört.

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