Marvins Kitazeit

Marvin beim Fotografen - Januar 2006 Eigentlich wollte ich nach der Geburt von Marvin ein Jahr Elternzeit nehmen, aber aufgrund meiner postnatalen Depression ist mir immer mehr die Decke Zuhause auf den Kopf gefallen und somit habe ich 10 Monate nach der Geburt von Marvin wieder angefangen zu arbeiten. Marvin ist dann mit 10 Monaten in die Kita gekommen. Da ich ziemlich weit weg arbeitete, war Marvin morgens immer der Erste und abends beim Abholen immer der Letzte in der Kita. Marvin beim Judo - Juli 2009

Die erste Zeit in der Kita war für Marvin nicht einfach. Er konnte zu diesem Zeitpunkt nur  krabbeln und da es viele große Kinder in seiner Gruppe waren, die ihm beim krabbeln umrennen konnten, wurde er in der Kita meistens in ein Laufgitter gesteckt.

Je größer Marvin wurde um so selbstständiger wurde er auch in der Kita. Er hat schnell Freunde gefunden und konnte sich auch gut in die Gruppe einbinden. Mit einigen Jungs aus seiner Gruppe gab es vermehrt Kabbeleien, die manchmal nicht so schön waren.

Im Frühling 2009 bin ich mit Marvin zu einer Tanzschule gegangen, die musikalische Früherziehung mit Tanz angeboten hatte. Das fand Marvin den ganzen Sommer über gut. Leider waren kaum Jungen in seiner Gruppe, sodass er da nicht mehr hin wollte.

Im Juli 2009 haben wir angefangen Marvin in einen Judoverein zu stecken, damit er sich richtig austoben konnte. Es hatte ihm auch viel Spass gemacht, leider hat das nur etwa drei Monate angehalten.

Marvin mit Augenpflaster - Juni 2011 Als Marvin in etwa 3/3,5 Jahre alt war, haben mir die Erzieherinnen mehrfach mitgeteilt, dass Marvin sehr langsam beim Basteln oder Ausschneiden von Sachen gewesen ist. Selbstständiges Malen wollte er ganz selten. Im Dezember 2010 wurde bei ihm dann festgestellt, dass er auf dem rechten Auge nur noch eine Sehstärke von 10 bis 12% besitzt. Was für uns ein richtiger Schock war, da man überhaupt nicht bemerkt hat, dass Marvin leicht nach außen geschielt hat. Ab da musste Marvin eine Brille und 6 tage die woche auf dem gesunden, linken Auge von morgens bis abends einen Aufkleber tragen. Im großen und ganzen hat er es super hingenommen und sich kaum beschwert. Ich glaube, bei mir wäre das mit dem Pflaster auf dem Auge nicht so einfach gegangen.

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